8 Jahre war die BLAUE WAND fester kultureller Bestandteil im öffentlichen Raum von Frankfurt am Main, am wunderschönen Niederräder Ufer 2. Alles begann mit einem gemeinsamen Brainstorming auf dem Dach vom Blauen Haus in der Abendsonne, bei welchem die BLAUE WAND von den Blauen Häusler*innen und der projektmaschinE als Projektentwurf skizziert wurde.
Im Sommer 2016 wurde die BLAUE WAND dann konkret in Kooperation mit dem Blauen Haus und den Blauen Häusler*innen umgesetzt und am Blauen Haus an dessen Westseite der Außenwand angebracht. Beim Sommerfest 2016 vom Blauen Haus wurde die BLAUE WAND eröffnet und mit ALLEN Besucher*innen zum aller ersten Mal kreativ „eingekleidet“.
In den 8 Jahren hat die BLAUE WAND eine turbulente Reise mitgemacht und -erlebt. 2018 die Zerstörung des Blauen Hauses durch Brandstiftung und dadurch auch die Zerstörung der BLAUEN WAND selbst. Den Wiederaufbau von ihr durch absolutes Engagement und Unterstützung seitens der Stadt Frankfurt am Main und vor allem der Blauen Häusler*innen auf der Ruine vom Blauen Haus. Die Digitalisierung der BLAUEN WAND aufgrund der Corona-Krise und letztendlich, aufgrund des totalen Zerfalls der Ruine vom Blauen Haus, der komplette Neuaufbau der BLAUEN WAND plus Standorttransfer am Niederräder Ufer 2, gefördert durch die „hessische kultur stiftung“, den Frankfurter Verein und durch Female-Power der Blauen Häuslerinnen* und Freundinnen* der BLAUEN WAND.
Von Beginn an war die BLAUE WAND Ausstellungs- und Gestaltungsfläche für ALLE Menschen gewesen. ALLE hatten die Möglichkeit auf einer Fläche von 237 x 336 cm ihre kreativen Ideen zu einem Leithema (ALLE, Zeit, Utopia-JETZT!, * – it ́s all in und „still… * – it`s all in“) in einem Zeitraum von 6 -10 Wochen zu präsentieren.
Die BLAUE WAND war ein Projekt, das sich aus Spenden, Fördermitteln und ehrenamtlicher Arbeit finanzierte und trug. die BLAUE WAND stand für gemeinsame Vernetzung im lokalen Raum und für offenes Denken. Sie war ein Kooperationsprojekt mit dem Blauen Haus.
Sie kooperierte mit Kindergärten, Nachmittagseinrichtungen, Grund- und weiterführenden Schulen, wie auch mit integrierten und kooperativen Gesamtschulen; mit der Klinik für Psychiatrie der Uniklinik Frankfurt, mit Künstler*innenkollektiven und Künstler*innen und mit interessierten Menschen aus Frankfurt am Main zusammen.
Die BLAUE WAND war Unterstützerin* und Verstärkerin* für kreatives Denken, Handeln, Partizipation und gelebter Diversität. Sie ermöglichte ALLEN, sich über Kreativität mit einer Haltung, Meinung im öffentlichen Raum zu positionieren und zu präsentieren. Dadurch erlebten 1.229 Menschen im Alter von 3 bis 96 Jahren aus den unterschiedlichsten kulturellen, sozialen, gesundheitlichen und religiösen Bereichen in Frankfurt am Main, in Deutschland und Weltweit, dass sie durch „gehört“ und „gesehen“ und in ihrer ganzen Persönlichkeit „akzeptiert werden“, die Welt und ihren lokalen Lebensraum durch Kreatives Schaffen auf friedliche, fröhliche, nachdenkliche, kritische und berührende Weise mitgestalten und dadurch positiv verändern können.
Die BLAUE WAND war Schnittstelle für Treffen und Dialog, konnte barrierefrei besucht und betrachtet werden. Sie war ein Kreativraum zur Teilhabe an Kultur für ALLE im öffentlichen Raum Frankfurt am Main.
ZUKUNFT:
Mit der Übergabe an das Break 14 wird das Projekt „die BLAUE WAND“ verantwortungsvoll weitergeführt.
Die Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Break 14 ist seit 2002 ein fester Bestandteil der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Niederrad. Von Beginn an zeichnet sich das Break 14 durch seinen kulturellen und künstlerischen Schwerpunkt aus.
Jungen Menschen wird hier ein bewertungsfreier Raum zur gestalterischen Entfaltung geboten, in dem sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Wöchentlich entstehen zahlreiche Kunstwerke, die bereits die Innenräume der Einrichtung schmücken.
Mit der Übernahme des Projekts „die BLAUE WAND“ ist das Team der Einrichtung motiviert, die Idee einer stärkeren Sichtbarkeit junger Kunst im öffentlichen Raum weiterentwickeln zu dürfen und jungen Menschen im Frankfurter Süden weiterhin die Möglichkeit zu geben, ihre Werke am Niederräder Ufer 2 auszustellen. Das Projekt passt thematisch hervorragend zur Einrichtung und spiegelt zugleich den kulturellen Schwerpunkt und die Werte des Vereins wider.
Das Break 14 ist voller Tatendrang, die Wand im neuen Jahr unter einem neuen Titel regelmäßig zu kuratieren.
Einrichtungsleiterin Marie Duckek sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir das wertvolle und inspirierende Projekt von janinE – projektmaschinE weitertragen dürfen und die Wand am Main weiterhin eine Fläche für junge Kunst bleibt. Sie bietet Einblicke in die künstlerische Welt junger Menschen – in ihre Ideen, Gefühle, Themen und Bedürfnisse.“
Junularo Frankfurt e.V. freut sich, dass mit der Blauen Wand ein weiterer Raum für junge Menschen gehalten werden kann, der sie ihr eigenes Stadtbild mitgestalten lässt.
Alttext Foto: Die Künstlerin JaninE und Marie Duckek von der Kinder- und Jugendkulturwerkstatt vor der Blauen Wand.

Alttext: JaninE hält eine Rede vor der Blauen Wand. Menschen stehen im Halbkreis davor.