Die SPD zu Gast in der Jugendberatung Nied

Partei- und Fraktionsvorsitzender Kolja Müller war zusammen mit Fraktionsreferent Tim Hoppe zu Gast in unserer Jugendberatung Nied.

Natürlich kommt Kolja Müller mit der Bahn in das schöne Nied gefahren, schließlich arbeitet er ja bei der VGF. Dort treffen ihn am 23.9.2026 Mitarbeiterinnen der Jugendberatung und des Jugendhauses zu einem Gespräch. Der Fraktionsvorsitzende selbst ist vereinssozialisiert und beschreibt die Jugendarbeit im Fußball als wichtigen Bestandteil seiner eigenen Biografie. Außerdem sagt er von sich selbst, dass ein umfassendes, niedrigschwelliges Bildungsangebot für alle Kinder und Jugendlichen unserer Stadt eine seiner Herzensangelegenheiten ist, so fällt es uns nicht schwer, wichtige Themen zu platzieren.

Einen Schwerpunkt in unserem Gespräch stellt das Bildungs- und Teilhabepaket (BUT) dar. BUT unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Es soll ihnen ermöglichen, unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familie an Bildung und gesellschaftlichem Leben teilzunehmen.
Dazu gehören unter anderem Zuschüsse für Klassenfahrten, Schulbedarf, Mittagessen, Schülerbeförderung sowie Lernförderung und Vereinsaktivitäten.
Ziel ist es, Chancengleichheit zu fördern und soziale Benachteiligung abzubauen.

Viele junge Menschen, die unser Angebot nutzen, sind auf BUT angewiesen. Zum einen, weil das warme Mittagessen in der Schule ein wichtiges Grundbedürfnis stillt, zum anderen, weil Lehrmaterial und Klassenfahrten für Familien sonst nicht zu finanzieren sind und Jugendliche ohne BUT nicht gleichberechtigt am Unterricht teilnehmen können. Die Hilfe kommt leider oft zu spät bei Familien an, nämlich dann, wenn schon seit Wochen mit den Schulbüchern gearbeitet wird oder die Klassenfahrt längts vorbei ist. An dieser Stelle wünschen wir uns mehr Vertrauen in die Menschen, erzählen wir unserem Besuch: Kinder und Familien sollten nicht beweisen müssen, dass sie arm sind, sondern Hilfen sollten viel leichter und schneller zugänglich sein.

Lange unterhalten wir uns auch über das Thema Essen und wie viele Kinder und Jugendliche täglich hungrig in unsere Einrichtung kommen. Da das Jugend- und Sozialamt keine finanziellen Möglichkeiten hat, um alle Einrichtungen mit dem pädagogischen Mittagstisch auszustatten, sind wir auf Spenden angewiesen. So setzt sich eine systemische Armut innerhalb des Helfersystems fort. Trotzdem wird im Jugendhaus leidenschaftlich gerne und gut gekocht. Kolja Müller erinnert sich noch gut an den pädagogischen Mittagstisch im Fußballverein und wie wichtig der für viele war.

Ob er denn noch mehr tun könne, als sich für BUT und Fahrkosten stark zu machen, fragt er am Ende unseres Gesprächs. Die Jugendlichen haben sich gewünscht, mit einem Politiker zu kochen. Kolja Müller nimmt das gerne auf, denn er kann eine sehr gute Lasagne. Die wird er in den Herbstferien mit unseren Jugendlichen zubereiten. Wir freuen uns!

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