Junularo macht auf sich aufmerksam 

Ein Straßenfest macht Freude und ermöglicht Geselligkeit, aber es hat noch weitere Ziele: es soll Menschen miteinander verbinden, informieren und die Öffentlichkeit auf bestimmte Werte aufmerksam machen. Ein Bericht von Michaela Fischer

Unter dem Motto „Das Nordend bleibt bunt!“ fand am 30.08.2025 das 39. Rotlintstraßenfest statt. Buntheit sah man auf den ersten Blick: internationale Initiativen stellten ihre Angebote vor, es gab zu Essen und zu Trinken, buntes Programm auf der Kulturbühne, Flohmärkte und viel Raum für Begegnungen mit anderen Menschen.

Auch Junularo war mit mehreren Ständen vertreten, denn: Junularo ist ein Teil der Stadt Frankfurt und das Mädchen*kulturzentrum Mafalda ein Teil vom Frankurter Nordend.

Warum ist es Junularo wichtig, an einem Stadtteilfest wie diesem teilzunehmen? Katharina Hellwig, Geschäftsführerin von Junularo, erläuterte: „Stadtteilfeste dienen dazu, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, zu informieren und auf Angebote aufmerksam zu machen.“ Diese Möglichkeit nahm Junularo wahr. Geschäftsführer Markus Guth betonte die Wichtigkeit, die Räume für Kinder und Jugendliche in der Stadt Frankfurt sichtbar zu machen. „Außerdem möchten wir auf die Arbeit hinweisen, die durch die offene Kinder- und Jugendarbeit für junge Menschen geleistet wird.“

Das Glücksrad unter dem Motto „Bunt gewinnt“ lockte viele Kinder an, auf die attraktive Preise warteten. Ein Maltisch sorgte für weitere kreative Beschäftigung.

Das Mafalda, das an jedem Rotlintstraßenfest einen Stand betreut, bot das große Mafalda Kochbuch, das Jugendliche gestaltet haben, zum Verkauf an. Die Broschüre „Ausdruck durch Kunst“ informierte über ein Anti-Rassismus-Projekt, das an der Johanna-Tesch-Schule stattfindet. Neben weiterem Informationsmaterial und selbstgemachtem Lippenbalsam gab es von Hand bedruckte Taschen mit der berühmten argentinischen Comic-Figur Mafalda, von der das Mädchen*kulturzentrum seinen Namen hat. Diese steht für Stärke und Gerechtigkeit.

Die Mitarbeitenden an den Ständen – darunter waren auch Jugendliche aus verschiedenen Einrichtungen von Junularo – unterhielten sich mit den Vorbeikommenden und informierten. Victoria Jürgens, Einrichtungsleiterin des Mafaldas, berichtete: „Das Mafalda ist schon lange Teil des Rotlintstraßenfestes und gestaltet dieses seit Jahrzehnten mit. Uns ist es ein Anliegen, in der aktuellen politischen Situation zu zeigen, wie wichtig Räume für Kinder und Jugendliche sind, die frei von Bewertung sind. Orte, an denen politische Bildung und demokratisches Denken gefördert werden. Auch möchten wir zeigen, wie prekär diese wichtige Arbeit finanziert ist.“

Und wer eine Stärkung benötigte konnte sich am Kuchenbuffet des Fördervereins bedienen, das von mehreren Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen betreut wurde, die vorwiegend selbst gebackenen Kuchen verkauften.

Junularo passt gut auf dieses Stadtteilfest zwischen andere Initiativen, denen es ein Anliegen ist, Demokratie zu fördern, zu integrieren, sich für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen und Gemeinschaft zu stiften.

Ein großer Dank geht an das Organisationsteam mit der Unterstützung von Babs Weichler, an alle, die am Auf- und Abbau beteiligt waren, die Stände betreut, Kuchen gebacken, Kinder angeleitet haben. Dank vieler helfender Hände konnte es auf dem Rotlintstraßenfest zu Begegnungen mit Junularo kommen und die Aktionen haben auch einfach Spaß gemacht.

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